Wargaming the Seven Years War with 40mm miniatures, done by: Johann-Peter Scheck and Anselm Scheck

Friday, July 30, 2010

Trip to the locations of the SYW, summer 2010 (part1): Roßbach

Endlich haben wir Zinnsoldatenfans uns alle getroffen und eine Kurzreise zu einigen Schlachtfeldern des Siebenjährigen Krieges unternommen.
Erster Treffpunkt, für alle aus unterschiedlichen Richtungen kommend, war Roßbach.
Übernachtet haben wir in dem kleinen Ort Tagewerben, Ausgangspunkt für Seydlitz´ zweite Angriffswelle gegen Frankreichs rechten Flügel am 5. November 1757.

In Reichardtswerben, gleich 500m weiter nördlich,  trafen wir den wunderbaren Herrn Wenzel, der das kleine Museum zur Schlacht im Pfarrhof betreut und liebevoller Kleinarbeit das Zinnsoldaten-Diorama der Schlacht von Roßbach, es stammt aus dem Jahr 1935, renovierte und nun instandhält.
Siehe hierzu: http://web306.server32.greatnet.de/index.php?nr=73&id=77&w_nr=
Herr Wenzel zeigt den Schlachtverlauf vom 5. November 1757

"Im Pfarrhof zu Reichardtswerben befindet sich ein thüringisch-fränkisches Fachwerkgebäude, das auf der Hofseite von einem Laubengang durchzogen wird. Dieses aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammende Haus, bewahrt in seinen alten Mauern ein kleines Kunstwerk. 1935 wurde darin ein Diorama eingeweiht, das eine der entscheidendsten Schlachten des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) darstellt: die Schlacht bei Roßbach.
Nahezu 4500 Zinnfiguren in verschiedenen Uniformen stellen Teile der kriegerischen Auseinandersetzung dar. Entstanden war dieses Großdiorama auf einer Fläche von etwa zwanzig Quadratmetern von 1933 bis 1935 durch den Weißenfelser Oberlehrer Max Brauer." (Auszug aus der offiziellen Seite von Reichhardtswerben).


Monday, July 19, 2010

Schlacht vor Regensburg Juli 1760 (2010)

Endlich war es soweit! Die preussischen Truppen waren schon im Frühling ausgehoben worden und durch ein Kürassierregiment und Artillerie verstärkt worden.
König Friedrich II. ging wieder eine Allianz mit Louis XV., König von Frankreich, ein, um Rache zu nehmen für die beiden verlorenen Schlachten im letzten Jahr.
Auf den weiten Donaufeldern stellten Russen und Sachsen ihre Formationen auf und harrten der Ereignisse, die am späteren Nachmittag dieses ungewöhnlich heissen und schwülen Sommertages auf sie zukommen würden.
Rechts Malte und Michael, die Generäle der russisch-sächsischen Föderation, links Anselm, seines Zeichens König von Preussen. 
click to enlarge.
Die Schlachtaufstellung zu Beginn




Die russische Generalität sah ein Verteidungsbollwerk in der linken Hälfte des Zentrums vor, flankiert von 3 Husarenregimentern (Slobodisches, Ungarisches, Charkow) und dem Ulanenpulk auf der linken Flanke.
Dort sollte ein Scheinangriff erfolgen, um die gegnerischen Kräfte zu binden.


Festungsbau mit Mörserbatterie.





















Der Hauptangriff sollte aber über die sächsischen Grenadierregimenter (Leib, Kurpfalz) und ihre zwei Kürassierregimenter (Garde, Königl. Prinz) auf der äussersten rechten Flanke erfolgen, quer durch die Sümpfe.

Sächsische Kürassiere des Grade du Corps und, dahinter, des Regiments Königlicher Prinz

Sächsische Grenadiere


















Frankreich und Preussen reagierten auf diese Aufstellung der Verteidiger und bildeten zwei Angriffsköpfe: auf der rechten Flanke die französische Kavallerie (Gens d´Armes, Orléans, Royal), auf der linken Flanke eine geballte Kraft aus 4 preussischen Kavallerieregimentern (KR 8+13, HR 5+6) und den Mousquetaires du Roi. Assistiert sollte dieser Angriff werden durch berittene Artillerie und Granaten.
















Frankreichs Geschützstellung, umringt von den Regimentern Piemont und Orléans.


Die Eröffnung
Auf Frankreichs rechter Flanke erfolgt ein kleines und kurzes Gefecht mit der gegnerischen Kavallerie, die deutliche Verluste hinnehmen muss.



















Dennoch verharrt die Schlacht an diesem Ort und führt keine weiteren namhaften Bewegungen mehr durch.

Im Zentrum starten russische Dragoner (Archangelsk) einen Entlastungsangriff gegen die preussische Batteriestelllung, es kommt zu heftigen Scharmützeln.




































Keine Seite kann nennenswerte Bewegungen durchführen, da stürmt der gesamte linke Kavallerieflügel der Preussen in einem gewaltsamen Angriff gegen die sächsischen Linien.
Preussens Kavallerieangriff




















Sie werden von drei Eliteregimentern und zahlreichen Handgranaten zermalmt und weichen zurück. Der König von Preussen glaubt die Schlacht schon verloren und gibt unter lauten Protesten den Befehl zum Rückzug.
Gefechtsszene


















Zu sehr schlummerten in ihm noch die Erinnerungen an das vergangene Jahr mit den beiden verlorenen Schlachten vor Möriken.